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Wo wird man sicher sein?


Die Beschaffenheit des Untergrundes: In diesem Kapitel werden wir über die Beschaffenheit des Untergrundes diskutieren, und wie diese sich auf die Auswahl eines optimalen Standortes auswirkt. Dabei unterscheiden wir zwischen zwei grundsätzlichen Arten von Untergrundschichten: Solider Stein, wie beispielsweise Granit, und gepresster, komprimierter Fels, wie zum Beispiel Sandstein. Jeder dieser Typen von Untergrundschichten lädt zu jeweils bestimmten Überlegungen und Entscheidungen in bezug auf Erdbeben, vulkanische Tätigkeiten und sintflutartigen Regenfällen ein.

 

Schichten soliden Gesteins findet man für gewöhnlich in Gebirgsregionen, unterhalb des Waldbodens oder über der Baumgrenze. Diese Schichten werden oft als sicher bezeichnet, aufgrund ihrer Härte und Dichte, aber dies ist nicht immer tatsächlich der Fall. Selbst solider Fels kann spröde werden, sobald der Bruchfaktor des jeweiligen Materials erreicht wird. Der Bruchfaktor ist jener Punkt, an dem das Gestein seine Stabilität zur Erhaltung seiner stabilen Form verliert.

 

 

 

 

Mit anderen Worten, solides Gestein kann als stabil oder sicher eingestuft werden, solange die vorherrschenden Konditionen lediglich geringe Bewegungen des Bodens, etwa durch eine mittlere Erdbebenaktivität, entstehen. Wenn sich der Boden allerdings in einer ausreichenden Bewegung befindet, um den Bruchfaktor des Gesteins zu erreichen, wird auch dieses Material spröde, und kann innerhalb eines Augenblicks brechen, splittern oder in sich zusammen fallen. Daher bedeuten solide Gesteinsschichten im Falle größerer Erdbewegungen, wie extremer Erdbebenbedingungen, auch einen hohen Risikofaktor.

 

 

 

Gesteinsschichten aus komprimiertem Stein, wie beispielsweise Sandstein, findet man gewöhnlich in den Mittelgebirgen bzw. in niedrigeren Gebirgsgegenden, in Prärien und entlang der Küstenlinien. Diese Gesteinsschichten werden aufgrund ihrer porösen Natur und ihrer relativ nachgiebigen Bewegungen unter extremen Bedingungen oft als unsicher eingestuft. Komprimierte Gesteinsschichten besitzen einen geringeren Bruchfaktor als solide Gesteinsschichten, was bedeutet, dass es unter Erdbebenbedingungen leichter brechen und splittern können.

 

 

 

Allerdings besitzt gerade diese nachgiebige Struktur komprimierter Gesteinsschichten ebenso Vorteile unter bestimmten Bedingungen. Aufgrund der porösen Natur vermögen sich Schichten aus komprimiertem Gestein frei mit den Stoßwellen zu bewegen. Mit anderen Worten, die Wahrscheinlichkeit, dass Stücke aus diesen Schichten herausbrechen ist zwar höher, aber wenn zwei Stücke gemeinsam in Schwingung geraten, schleift sich der Sandstein zu Sand und schafft eine Art von "Schmierstoff", so dass die zwei Stücke übereinander gleiten können. Dadurch verringert sich die Steifheit der Bewegungen, und anstatt spröde zu bröckeln bewegen sich die komprimierten Bodenschichten m.

 

 

 


Aufgrund der Unnachgiebigkeit solider Gesteinsschichten hingegen, bewegen sich die Energiewellen der Bewegungsenergie eines Erdbebens an ihnen aufwärts, bis sie einen Bruch bewirken oder eine schwache Stelle in der Struktur finden, die es der Energie erlaubt, sich schließlich zu entfalten. Mit anderen Worten, Risse und das Bröckeln festen Gesteins verläuft überlicherweise in vertikalen Richtungen, wobei die meiste Energie schließlich in den oberen Bereichen frei gesetzt wird. Diese Aufwärtsbewegung und der Aufbau der Energie nach oben hin, bis eine schwache Stelle in der Struktur erreicht wird, kann sich regelrecht explosionsartig an den Punkten der energetischen Entladung äußern.


 

Durch die poröse und nachgiebige Struktur des Sandsteins andererseits, wird bereits in den niedrigeren Höhen bzw. unteren Schichten mehr Energie der Schockwellen absorbiert, während Risse und Verschiebungen entlang des Weges der Energie auftreten, so dass mehr Energie der Schockwelle abgedämpft wird, ehe sie die höheren Ebenen der oberen Schichten erreicht.

In jedem Falle wollen Sie sich natürlich während extremer Erdbebenaktivitäten generell niemals in der Näher irgendwelcher Felsformationen aufhalten, gleich aus welchem Material. Die Auswirkungen von Erdrutschen und Schlammlawinen ist groß genug, aber eine Gesteinslawine bzw. zusammenbrechende Felsformationen stellen ein noch ungleich extremes Szenario dar.

Empfehlung: Ein Ort mit komprimierten Gesteinsschichten ist soliden Schichten vorzuziehen. Die komprimierten Gesteinsschichten absorbieren einen großen Teil der Schockwellen eines Erdbebens und minimieren den möglichen Schaden an sich unter ihnen befindlichen gelegenen Bodenstrukturen.


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